6 digitale Skills, die du dir unbedingt noch im Studium aneignen solltest

Digitale Skills
Digitale Skills
Foto: Tim Mossholder

Die Welt wird digital – aber gerade Geisteswissenschaftler sind dafür bekannt, sich lieber in analogen Bibliotheken als im Internet aufzuhalten. Ein Fehler – denn auch die typischen Geisti-Jobs werden zunehmend digital. Egal ob du in Journalismus, PR, Verlagswesen, Museum oder Marketing arbeiten willst – wenn du in diesen digitalen Disziplinen Bescheid weißt, hast du in der Jobsuche die Nase vorn:

1. Word, Excel, Powerpoint

Eigentlich so selbstverständlich, dass man es kaum erwähnen muss. Tu ich aber trotzdem, weil es so unglaublich essenziell ist. Klar, zumindest Word und Powerpoint hast du schon im Studium regelmäßig benutzt, aber ich meine damit nicht nur, einen Text schreiben und speichern zu können, sondern auch ein bisschen tiefer in die Funktionen einzusteigen. Bei Excel hapert es bei den meisten Geisteswissenschaftlern, obwohl es in vielen Jobs wichtig ist. Die meisten Unis bieten am Rechenzentrum kostenlose Microsoft-Office-Kurse an. Nutze das Angebot!

2. Content Management Systeme

Gerade wenn du in  PR, Content Marketing oder Online-Journalismus arbeitest, wirst du mit Content Management Systemen (kurz CMS) wie WordPress, Typo 3 oder vergleichbarem zu tun haben. Content Management Systeme erlauben uns, ohne große Programmierkenntnisse Websites zu erstellen und zu bearbeiten sowie Texte und Bilder darin zu veröffentlichen. Meistens sind die Systeme sehr intuitiv aufgebaut und man kann sich die Grundfunktionen learning by doing selbst beibringen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du dir als Hobby einen Blog zulegst und darauf eigene Texte zu Themen veröffentlichst, die dich interessieren? Damit kannst du in Bewerbungen gleich eine kleine Kostprobe deiner Fähigkeiten vorweisen.

3. SEO (=Suchmaschinenoptimierung)

Das Stichwort SEO (= Search Engine Optimization) hast du bestimmt auch schon mal gehört. Ist eine Website suchmaschinenoptimiert, dann erscheint sie, wenn man nach einem darin enthaltenen Keyword googelt, in den Suchergebnissen weit oben. Dabei spielen gute Texte und Inhalte eine große Rolle – und hier kommen wir Geistis ins Spiel, denn wir können diese Inhalte produzieren. Das ist auch einer der Gründe, warum Content Marketing immer mehr an Bedeutung gewinnt. Für viele Jobs ist es ein Riesenvorteil, wenn du erwähnst, dass du Ahnung vom SEO-Texten hast. Lies dich unbedingt ein bisschen in das Thema ein!

4. Social Media Kompetenz

Was Facebook, Instagram und co. angeht, gibt es vor allem unter Geisteswissenschaftlern unglaublich viele Skeptiker. Skeptisch sein ist auch okay – sich dem Ganzen komplett entziehen zu wollen und nicht mal ein eigenes Facebook-Profil zu haben, ist allerdings meiner Meinung nach ein großer Fehler. Denn so gut wie jedes Unternehmen hat heute eine Social-Media-Präsenz, die gepflegt werden muss, oder macht sogar Werbung über Facebook. Und genau das sind wiederum Quereinsteiger-Jobs, die sich für uns Geistis wunderbar eignen. Mein Tipp: Nutze soziale Medien weise. Abonniere den Social Media Feed von Magazinen und Organisationen, die dich interessieren und verfolge aufmerksam, was sie wann und wie posten. Wenn du besonders fleißig sein willst, kannst du dich auch schonmal ein bisschen darin einlesen, wie Facebook-Marketing und Facebook-Werbekampagnen funktionieren.

5. Fotografie und Bildbearbeitung

Fotos zu bearbeiten und Postkarten, CD- und Buchcover zu designen war seit ich Teenager war eines meiner größten Hobbys. Manchmal bin ich mir selbst nicht ganz sicher, warum ich eigentlich Literaturwissenschaft und nicht Kommunikationsdesign studiert habe. Naja, ich muss wohl irgendwann das Interesse verloren haben. Ich habe es aber während des Studiums wiederentdeckt und für meinen Wahlbereich einen Photoshop-Kurs belegt. Meine Bildbearbeitungs-Skills waren im Berufsleben schon oft nützlich. Denn wenn man für Websites schreibt oder Social Media-Kanäle betreut, kann es schon mal vorkommen, dass man das ein oder andere Bild zuschneiden oder Text einfügen muss. Praktisch, wenn man dann nicht jedes Mal zur Design-Abteilung rennen muss. Und natürlich auch im Lebenslauf und Vorstellungsgespräch ein Plus.

6. Videoproduktion

Ich habe bei meinem letzten Bewerbungsmarathon viele coole Stellen im Bereich Social Media oder Content Marketing gesehen, die den Umgang mit Kamera und Schnittprogramm voraussetzen. Deswegen steht es auf meiner persönlichen To-do-Liste, mich in dieses Gebiet bei Gelegenheit ein bisschen tiefer reinzufuchsen – die Film-AG aus der Schule und das Praktikum beim Fernsehen sind bei mir nämlich schon einige Jahre her. Ein bisschen über Videoproduktion Bescheid zu wissen kann in jedem “Irgendwas mit Medien”-Job von Nutzen sein.

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